Diagnose und Behandlung von Helicobacter Pylori

Helicobacter pylori (H. pylori) ist ein spiraliger Bakterium, das den menschlichen Verdauungstrakt, insbesondere den Magen und den Zwölffingerdarm, besiedelt. Dieses Bakterium wird als Hauptverursacher der chronischen Gastritis (entzündliche Magenkrankheit) anerkannt und ist häufig mit Geschwüren (Ulcera) und bestimmten Arten von Magenkrebs verbunden. H. pylori ist ein weit verbreitetes Bakterium, und es wird geschätzt, dass es bei mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung vorhanden ist. Die Infektion wird in der Regel oral-oral oder fecal-oral übertragen, normalerweise während der Kindheit. Das Bakterium kann sich langfristig in der Schleimhaut des Magens oder des Zwölffingerdarms ansiedeln, wo es Entzündungen und Gewebeverletzungen verursacht.

WAS SIND DIE SYMPTOME EINER H. PYLORI-INFIZIERUNG?

Die Symptome einer Helicobacter pylori-Infektion können variieren, aber viele infizierte Menschen haben keine sichtbaren Symptome. Zu den Symptomen können gehören: Bauchschmerzen oder Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, unerklärlicher Gewichtsverlust, Sodbrennen oder Aufstoßen. In einigen Fällen kann H. pylori zur Entwicklung von Geschwüren im Magen oder Zwölffingerdarm führen, was Schmerzen und Komplikationen wie Blutungen oder Perforationen verursachen kann.

WIE WIRD DIE DIAGNOSE H. PYLORI GESTELLT?

Die Diagnose einer H. pylori-Infektion wird normalerweise durch die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) des Magens während einer Endoskopie oder durch Atem- oder Stuhltests auf das Vorhandensein von Bakterien gestellt. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einer Kombination aus Antibiotika (zum Abtöten der Bakterien) und Protonenpumpenhemmern (zum Senken der Säuregehalt des Mageninhalts).

WIE WIRD BEHANDELT?

Es ist wichtig, eine H. pylori-Infektion zu behandeln, um das Risiko von Komplikationen zu verringern und die Gesundheit des Verdauungssystems zu verbessern. Die Behandlung einer Helicobacter pylori-Infektion umfasst normalerweise eine Kombination von mehreren Antibiotika und Protonenpumpenhemmern (PPI). Dreifachtherapie: Die häufigste Erstlinientherapie ist die Dreifachtherapie, die aus zwei Antibiotika und einem PPI besteht. In der Regel wird eine Kombination aus Clarithromycin (Makrolid-Antibiotikum) und Amoxicillin (Penicillin-Antibiotikum) zusammen mit einem PPI wie Omeprazol, Lansoprazol oder Pantoprazol verwendet. Diese Kombination wird üblicherweise über 10 bis 14 Tage eingenommen. Vierfachtherapie: Wenn eine Resistenz gegen Clarithromycin besteht oder die Dreifachtherapie fehlschlägt, wird die Vierfachtherapie eingesetzt. Diese Therapie umfasst zwei Arten von Antibiotika (normalerweise Amoxicillin und Metronidazol) zusammen mit dem PPI und Bismut. Diese Kombination wird ebenfalls über 10 bis 14 Tage eingenommen. Andere Kombinationen: Im Falle von Ineffektivität oder Resistenz gegen die oben genannten Behandlungsschemata können andere Kombinationen von Antibiotika wie Levofloxacin, Tetracyclin oder Rifabutin in Kombination mit dem PPI angewendet werden. Es ist wichtig, sich an das empfohlene Behandlungsschema zu halten und die Medikamente in den vorgeschriebenen Dosen und regelmäßigen Abständen einzunehmen. Die Wirksamkeit der Behandlung kann durch Atemtests, Stuhltests oder Gewebeproben des Magens nach Abschluss der Therapie überprüft werden. Während der Behandlung ist es auch wichtig, reizende Substanzen wie Alkohol, Kaffee, scharfe Speisen oder Tabakrauch zu vermeiden, da sie die Symptome verschlimmern und die Genesung erschweren können. Es ist wichtig zu beachten, dass das Bakterium Helicobacter pylori gegen bestimmte Antibiotika resistent werden kann. Wenn die erste Therapie nicht wirksam ist, ist es wichtig, sich mit einem Arzt zu beraten, um ein geeignetes alternatives Behandlungsschema zu finden.

Verfügbare Ärzte unter Diagnose und Behandlung von Helicobacter Pylori

Darko Brnić

Dr. med. Gastroenterologie

    Piero Marin Živković

    Dr. med. für Gastroenterologie