
Dupuytrensche Kontraktur
Die Dupuytrensche Kontraktur ist ein fortschreitender Zustand, bei dem das Bindegewebe in der Hand allmählich dicker und zusammengezogen wird, was zu Deformationen der Finger und einer Verringerung des Bewegungsspielraums in der Hand führt. Die genaue Ursache der Dupuytrenschen Kontraktur ist unbekannt, steht aber wahrscheinlich im Zusammenhang mit erblichen und umweltbedingten Faktoren. Der Zustand tritt am häufigsten bei Männern über 50 Jahren auf und kann mit anderen gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Alkoholismus und Epilepsie verbunden sein. Die Behandlung kann Physikalische Therapie, Injektionen von Kortikosteroiden oder eine Operation zur Entfernung der Verdickung des Bindegewebes umfassen.
Wie wird behandelt?
Die Behandlung der Dupuytrenschen Kontraktur hängt von der Schwere und dem Fortschreiten des Zustands ab. In den frühen Stadien, wenn die Symptome mild sind und der Bewegungsspielraum in der Hand noch nicht erheblich verringert ist, kann eine Physikalische Therapie, wie Dehn- und Kräftigungsübungen der Handmuskulatur, eingesetzt werden. Die Physikalische Therapie kann das Fortschreiten des Zustands verlangsamen, wird ihn jedoch nicht vollständig heilen. Wenn die Kontrakturen sich verschlimmern, können Injektionen von Kortikosteroiden oder anderen Medikamenten verwendet werden, um Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren. Diese Behandlungen sind jedoch oft vorübergehend und werden das Problem nicht dauerhaft lösen. In schwereren Fällen kann eine Operation empfohlen werden, um die Verdickungen des Bindegewebes, die die Kontrakturen verursachen, zu entfernen. Der Eingriff wird normalerweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt und kann die Entfernung eines Teils oder der gesamten Verdickung umfassen. Nach der Operation ist ein Rehabilitationsprogramm erforderlich, um die bestmögliche Genesung zu erreichen.
Wann ist eine Operation angezeigt?
Die Operation wird normalerweise empfohlen, wenn die Dupuytrensche Kontraktur die täglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigt, wie das Kämmen der Haare, Ankleiden und Halten von Gegenständen in der Hand. Wenn der Bewegungsspielraum in der Hand aufgrund der Kontrakturen verringert wird und andere Behandlungen nicht erfolgreich waren, könnte die Operation die einzige Option zur Verbesserung der Handfunktion sein. Darüber hinaus kann eine Operation empfohlen werden, wenn die Kontrakturen die Nerven in der Hand betreffen, was zu Kribbeln, Schwäche und anderen Symptomen in der Hand führen kann. Eine Operation kann auch empfohlen werden, wenn die Kontrakturen so schwer sind, dass die Finger nicht gerade ausgestreckt werden können. In jedem Fall hängt die Entscheidung zur Operation vom individuellen Fall und der Einschätzung des Arztes ab, der den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, das Ausmaß der Kontraktur und andere Faktoren berücksichtigen wird.
Wie wird der chirurgische Eingriff durchgeführt?
Die Operation der Dupuytrenschen Kontraktur wird normalerweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingriff kann so durchgeführt werden, dass der Patient noch am selben Tag nach Hause gehen kann. Der Eingriff umfasst in der Regel die Entfernung der Verdickung des Bindegewebes, die die Kontrakturen verursacht. Der Chirurg wird einen Schnitt in die Haut der Hand machen und anschließend die Verdickungen entfernen und dabei versuchen, so viel gesundes Gewebe wie möglich zu erhalten. Nach der Operation wird die Hand in einen Verband oder eine Gipschiene gewickelt, um Bewegungen zu verhindern, während die Wunde heilt. Ein Rehabilitationsprogramm nach der Operation ist ein wichtiger Teil der Genesung. Dies kann Physikalische Therapie oder Übungen umfassen, die helfen, die Muskeln zu stärken und den Bewegungsspielraum in der Hand zu verbessern. Es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes zur Rehabilitation zu befolgen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.



