Anale Fissur

Anale Fissuren sind Risse oder Verletzungen der Schleimhaut des Anus. Sie sind oft schmerzhaft und können bluten. In den meisten Fällen werden sie konservativ behandelt, einschließlich der Anwendung lokaler Anästhetika, Änderungen in der Ernährung und Hygiene. Wenn konservative Behandlungen nicht erfolgreich sind, kann eine chirurgische Behandlung notwendig sein. Die Prävention von analen Fissuren umfasst die Aufrechterhaltung einer guten Hygiene des Anus, die Anwendung von Abführmitteln und die Erhöhung der Ballaststoffaufnahme in der Ernährung.

WIE WIRD BEHANDELT?

Die Behandlung analer Fissuren beginnt normalerweise mit konservativen Methoden. Dazu gehören:

  1. Anwendung lokaler Anästhetika: Hilft, die Schmerzen während des Defäkationsprozesses zu lindern.
  2. Ernährungsumstellung: Eine erhöhte Ballaststoff- und Flüssigkeitszufuhr macht den Stuhl weicher und verringert weitere Verletzungen des Anus.
  3. Hygiene: Die Aufrechterhaltung einer guten Anushygiene hilft, Infektionen zu verhindern und erleichtert den Heilungsprozess.
  4. Medikamentöse Behandlung: Häufig verwendete Medikamente sind: Nitroglyzerin, Calciumkanalblocker und Botulinumtoxin (Botox).

Wenn konservative Behandlungen nicht wirksam sind, kann eine chirurgische Behandlung erforderlich sein. Es gibt verschiedene chirurgische Verfahren, die angewendet werden können:

  1. Sklerotherapie: Dies bezieht sich auf die Injektion einer chemischen Substanz in die Fissur, um sie zu stabilisieren und weitere Blutungen zu verhindern.
  2. Laterale interne Sphinkterotomie (LIS – laterale interne Sphinkterotomie): Durchtrennung des Anusmuskels, der zu straff ist, um die Spannung zu reduzieren und die Heilung zu erleichtern.
  3. Advancement-Flap: Dies bezieht sich auf die Umleitung von Gewebe von der hinteren Anusregion nach vorne, um die Fissur zu bedecken und die Heilung zu unterstützen.

WIE BEREITE ICH MICH FÜR DIE OPERATION VOR?

Die Vorbereitung auf die Operation anale Fissuren umfasst mehrere Schritte:

  1. Präoperative Untersuchung: Vor der Operation muss der Patient eine Untersuchung beim Proktologen durchführen, um das Stadium der Erkrankung und das Risiko von Komplikationen zu bestimmen.
  2. Ausschluss von Krankheiten: Der Patient muss möglicherweise zusätzliche Tests durchführen, um andere Erkrankungen auszuschließen, die die Heilung beeinträchtigen können.
  3. Darmreinigung: Der Patient muss möglicherweise ein Einlauf oder ein Abführmittel verwenden, um den Darm vor der Operation zu reinigen.
  4. Anästhesie: Der Patient muss mit dem Anästhesisten sprechen, um die geeignete Anästhesiemethode auszuwählen.
  5. Medikamente: In Absprache mit dem Arzt müssen möglicherweise einige Medikamente während des Operationszeitraums abgesetzt oder angepasst werden.
  6. Kleidung: Der Patient muss am Operationstag Kleidung tragen, die sich leicht ausziehen lässt.
  7. Informationen zur Operation: Der Patient muss mit dem Arzt über mögliche Komplikationen und die postoperative Genesung sprechen, um sich bestmöglich auf die Operation vorzubereiten.

Die Operation anale Fissuren ist ein routinemäßiger Eingriff und stellt in den meisten Fällen keine große Gefahr für den Patienten dar. Es ist jedoch wichtig, dass der Patient sich gut auf die Operation vorbereitet und alle Einzelheiten mit seinem Arzt bespricht.

GIBT ES GEGENANZEIGEN FÜR DIE OPERATION?

Es gibt einige Gegenanzeigen für die Operation anale Fissuren, darunter:

  1. Schwangerschaft: Eine Operation anale Fissuren wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, da dies ein Risiko für das Kind darstellen könnte.
  2. Größere anorektale Infektion: Wenn der Patient eine größere anorektale Infektion hat, wie z.B. eine Entzündung des Rektums oder des Anus, kann die Operation verschoben werden, bis die Infektion sich beruhigt hat.
  3. Darmobstruktion: Wenn eine Verdacht auf eine Darmobstruktion besteht, darf die Operation nicht durchgeführt werden, bis die Obstruktion behoben ist.
  4. Blutungen im Rektum: Wenn der Patient Blutungen im Rektum hat, kann die Operation verschoben werden, bis die Ursache der Blutung geklärt ist.
  5. Erhöhtes Risiko von Blutungen: Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko, wie z.B. Anämie oder Koagulopathie, können ein höheres Risiko für Komplikationen nach der Operation haben. Es ist wichtig, alle Einzelheiten vor der Operation mit dem Arzt zu besprechen und ggf. die Medikation anzupassen.

Verfügbare Ärzte unter Anale Fissur

Nikica Družijanić

Prof. Dr. med. Koloproktologe

Antonije Majić

Dr. med. Facharzt für Bauchchirurgie

Krešimir Mustapić

Dr. med. Facharzt für abdominale Chirurgie

    Damir Kraljević

    Dr. med. Facharzt für Bauchchirurgie

      Damir Quien

      Facharzt für allgemeine Chirurgie